Freitag, 28. März 2008

Meine Beziehung zur Natur

Es war ein ziemlich windiger Tag, als ich beschloss, eine Stunde die Natur zu geniessen. Ich zog meine Jacke an und ging vor die Haustüre. Sofort spürte ich den Wind in meinem Gesicht. Zum Glück war es ein warmer Wind. Schon als Kind liebte ich den Wind, da ich dann immer mit meinem Vater und meinen Brüder Drachensteigen ging. Ich spazierte durch die Rebfelder, genoss den starken Wind und erinnerte mich an meine Kindheit. Irgendwann blieb ich stehen, liess mir die Haare aus dem Gesicht winden und schaute auf den Zürichsee. Es war ein ziemlich düsterer Tag aber trotzdem fühlte ich mich sehr wohl. Schon eine Ewigkeit habe ich die Natur nicht mehr so bewusst wahrgenommen. Irgendwie beruhigte sie mich.
Aber ich sah auch viele Menschen, die sich über den Wind ärgerten, die ihre Hüte genervt festhielten oder dem davon gewehte Papier nachrannten. Ich musste lachen, weil ich wusste, dass ich eigentlich genau so bin. Ich geniesse die Natur kaum und rege mich über sie auf. Früher als Kind war das ganz anders. Da war ich immer draussen, spielte bei jeder Jahreszeit mit den Nachbarn in unserer Siedlung.
Als ich so da im Winde stand und auf das Wasser blickte, machte es mich irgendwie auch traurig, dass ich nicht mehr öfters die Natur geniesse.. Ich blieb sicher noch 30 Minuten still am selben Ort, was für mich (Zappelfilip) sehr ungewöhnlich ist. Wie schon erwähnt, beruhigte mich das Naturschauspiel enorm. Ich habe mir fest vorgenommen, dies jetzt öfters zu tun.

2 Kommentare:

Rea hat gesagt…

Als ich deinen Blog gelesen habe, konnte ich mir dich genau vorstellen. Mir ist es nämlich ganz genau gleich ergangen. Bei mir war es auch windig, als ich draussen war und die Natur wieder einmal bewusst genoss. Ich habe ebenfalls eine tiefe Zufriedenheit oder auch Freude empfunden.
Ich denke, dass wir eine gute Erkenntnis daraus gezogen haben, nämlich dass wir die Natur öfters bewusst genissen sollten. Egal ob es jetzt stürmt oder regnet - sie ist in all ihren Fascetten wunderschön.

rosarot hat gesagt…

...immer draussen bei jeder Jahreszeit. Diese Beschreibung würde auch auf mich zutreffen. Am liebsten hielt ich mich mit Freunden im nahe gelegenen Wald auf. Dort kannte unsere Fantasie keine Grenzen. Es war eine schöne Zeit und ich erinnere mich gerne zurück. Im Moment bin ich leider so beschäftigt, dass die Natur einen winzigen Platz eingenommen hat, was ich sehr bedaure. Wie du möchte ich diese Situation in Zukunft gerne ändern. Denn ich weiss, dass ich mich in der Natur auftanken kann. Was gibt es denn noch schöneres als im Winter über verschneite Wiesen oder dem Waldrand entlang zu laufen, die verschiedenen Spuren im Schnee zu deuten und diese unermessliche Ruhe zu geniessen. Auch sehr erholsam und inspirierend ist es in einem Bachbett auf den Steinen zu laufen oder sich in die Nähe eines fliessenden Wassers zu setzen und dem Plätschern des Baches zu lauschen. Die Natur bietet so vieles, man muss sich nur Zeit nehmen um all das zu entdecken und zu geniessen.
Ich nehme mir fest vor, trotz Stress oder gerade deswegen mich wieder vermehrt in der Natur aufzuhalten.